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AUSGABE:
QUARTAL4/2019
 
IN KÜRZE: Schwierige Lage am Alttexttilmarkt +++ Erlös für soziale Projekte der Caritas +++ Forschungsprojekt «Texcycle»
ALTTEXTILIEN MARKTLAGE
Die Lage am Markt für Alttextilien bleibt mehr als angespannt. Grund dafür sind die zu hohen Mengen an Alttextilien als Folge des starken Kleidungskonsums bei sinkender Qualität. Professionelle Sammler sind an der Grenze ihrer Lagerkapazität, auch Wechselbrücken für die Zwischenlagerung werden knapp. Hinzu kommen die stark ansteigenden Müllanteile: 10 % Müll, mancherorts sogar bis zu 18 % Müll, finden die Sammler in den Containern vor. Der steigende Anteil an loser Ware, als Folge der rückläufigen Plastiktütenausgabe im Handel, führt ebenfalls zur Verschlechterung der Ware. Der Warenabsatz hingegen stockt, der ehemals gute Ruf deutscher Secondhandware ist auf Grund der minderen Qualität international gesunken. In der Konsequenz bleiben auf Grund der Warenüberhänge immer mehr Ausschreibungen ohne Gebote. Auch karitative Kleiderkammern, sowie Sozial- und Gebrauchtwarenkaufhäuser finden für die Restware kaum noch Abnehmer und müssen über Umstrukturierungsmaßnahmen nachdenken. Dies liegt insbesondere daran, dass die guten Stücke, die «Creme-Ware», im eigenen Laden verkauft werden und für die verbleibenden Anteile keine Vermarktungsmöglichkeiten mehr bestehen. Eine Abholung durch Kleidersammler wird für diese somit zum Verlust-Geschäft. Das mittlerweile ausgedünnte Containernetz muss nun noch höhere Textilmengen erfassen und ist schnell überfüllt. Angesichts der beschriebenen Problematik werden neue Lösungsmöglichkeiten diskutiert. (Euwid Ausgabe 1.12.2019)

UNSERE PROGNOSE:
Aufgrund der nun beginnenden kalten Jahreszeit ist saisonal von einem leichten Rückgang der Warenmengen auszugehen. Der durch Shopping-Events, wie beispielsweise dem Black Friday, angekurbelte Kleiderkonsum wird jedoch mittelfristig weiter zu ansteigenden Mengen in niedrigeren Qualitäten führen. Wie schon im vergangenen Quartal sind schlechte Warenqualitäten in reichlicher Menge am Markt und nur mit extremen Preisabschlägen zu platzieren.
TEXAID NEWS
Starke Partnerschaft mit TEXAID
TEXAID bietet als zuverlässiger Kooperationspartner karitativen Partnern einen Fundraisingservice an. Mit den so generierten Einnahmen können unsere Kooperationspartner bestehende Projekte unterstützen und weiter aufbauen.
Hierzu gibt es zahlreiche, positive Rückmeldungen, so vom Caritasverband für die Diözese Speyer e.V.:
Mit rund 200 Containern wurden 2018 ca. 500 Tonnen Textilien gesammelt. Die Caritas erzielte dadurch rund 62.000 Euro aus der Altkleidersammlung. Der Erlös fließt in die Sozialkaufhäuser. In den Warenkorb-Kaufhäusern werden langzeitarbeitslose Menschen durch Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen wieder an ein geregeltes Arbeitsleben herangeführt. Mehr dazu hier
Renata Pajak vom Caritasverband Speyer und Stefan Thum von TEXAID freuen sich über den Einwurf gut erhaltener Textilien. 62.000 Euro konnte der Caritasverband 2018 durch Altkleider-Verwertung einnehmen. © Caritasverband für die Diözese Speyer / Justine Köhler

TEXAID AKTUELL
Forschungsprojekt Hochschule Luzern und TEXAID
TEXAID erfasst in Deutschland jährlich über 45 000 Tonnen Altkleider und sorgt dafür, dass diese ökologisch sinnvoll wiederverwendet werden. 30 % der gesammelten Textilien eignen sich nicht mehr für die Verwendung als Secondhand-Kleidung. Die Tendenz ist steigend, da der Trend zu billigen und qualitativ minderwertig produzierten Kleidern anhält. TEXAID und Forschende der Hochschule Luzern in der Schweiz wollen den textilen Kreislauf weiter schließen und haben deshalb das Projekt «Texcycle» durchgeführt.

Die zentrale Frage im Projekt war: Lassen sich die nicht mehr tragbaren Textilien hochwertig recyceln? Forscherinnen und Forscher der Hochschule Luzern und TEXAID entwickelten Methoden, um Alttextilien zu einem groben Garn zu verspinnen, das sich gut für Teppiche eignet. Aus den kürzeren Fasern und sogar aus dem Staub, der beim Reißen der Stoffe entsteht, stellten Designforscher und Materialforscherinnen Prototypen her, die beispielsweise zur Schalldämmung genutzt werden könnten. Mehr dazu hier.
© HSLU

TEXAID IM FOKUS
Materialmix bei Textilien
Das Recycling von Altkleidern ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Gerade bei der Herstellung eines Kleidungstückes stellen die unterschiedlichen Materialien und Fasern ein großes Problem dar. Oft entsprechen die Angaben über die Materialzusammensetzung auf dem Etikett nicht unbedingt der Realität. Die Mischung unterschiedlicher Materialien (z. B. Baumwolle und Elasthan) macht es schwieriger, die Kleidung materialgerecht zu sortieren und auf Faserstufe voneinander zu trennen. Darüber hinaus bestehen die Nähte und Etiketten mehrheitlich aus anderen Materialien als das Hauptkleidungsstück selbst. Reißverschlüsse, Knöpfe oder Strasssteine sowie andere Dekorteile müssen daher vor dem Recycling des Kleidungsstückes oft per Hand entfernt werden.
TEXAID begleitet im Bereich der Forschung unterschiedliche Projekte, mehr dazu hier.

TEXAID TIPP
So werden Rohstoffe geschont:
Putzlappen aus Recyclingmaterial

Rund 30 % der gesammelten Textilien sind nicht mehr für den Einsatz als Secondhandware geeignet. Bis zu 15 % dieser Ware können zu Putzlappen weiterverarbeitet werden. Die Mitarbeitenden in unserem Werk in Ungarn produzieren bis zu 25 Sorten für den professionellen Einsatz in der Industrie, z. B. Trikotware, Polierleinen oder Polierflausch. Die Putzlappen sind nach DIN 61650, von Haken, Knöpfen und Ösen befreit und zugeschnitten. Sie werden in handliche Ballen gepresst und für den Versand vorbereitet. Der Einsatz von Putzlappen aus Alttextilien schont wertvolle Rohstoffe und verlängert die Verwendungsdauer von defekten Textilien. Produkte finden Sie in unserem Shop hier
 
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Wir wünschen schöne Festtage und einen guten Start ins Neue Jahr.

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TEXAID Collection GmbH
 Beim Weidige 3, D-99510 Apolda
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